KHM – Imperial Armoury and Hunting Collection Vienna
Part 1

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KHM 13A week ago, we made a last-minute trip to Vienna. My sewing machine started acting up and refused to cooperate. Without further ado, I packed it up and took it to Vienna for repair. But what do you do with half a day to spare? Right—we decided to take a closer look at the museums in Vienna.

I had long been intrigued by the idea of visiting the Armory in Vienna. Since the sewing machine repair shop was not far away, we decided to put our plan into action.




Thanks to good street signs, we quickly found the entrance to the museum. Located directly on the Ringstrasse, this part of the Hofburg was planned as a museum and built as one of the latest parts of the palace complex. The entrance with its atrium was, of course, impressive. We quickly climbed the steps to the top floor and, upon opening the door, were catapulted into the past.  

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Wow, what a sight! Knights stand at attention on the right and left sides of the hall, each with a small sign describing exactly what they are. While the first hall contained human armor, the second hall already featured the first horse with corresponding equipment. I was blown away and overjoyed to actually encounter a horse in the armory. In a place like this, I had expected to find mainly armor for humans, but the Vienna museum had something completely different in store for us.

As one of the most diverse collections of armor in the world, the museum boasted some incredible pieces. One hall further on, the next horses were already neighing at me. Archduke Ferdinand II of Tyrol had already had the vision of a museum in the 16th century and collected exhibits from all over Europe. Weapons and armor of magnificent quality found their way into his armory. Around 1601, the first museum catalog of its kind was even created.

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The Archduke himself, an enthusiastic tournament participant, took part in countless tournaments during his lifetime. In the knightly tournaments of that time, battles were fought both on foot and on horseback, so there was a corresponding range of armor and equipment. A vast number of these items can be found in the court hunting and armory rooms. Shiny armor for exhibition tournaments stands next to battle-tested armor, complete with scratches and dents.

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The eagle set belonging to Ferdinand II is particularly eye-catching. It was created using a modular system so that the Archduke was equipped for all types of tournaments. Of course, the horse gear also had to be fitted to match its rider.

In addition to combat armor, there was also a lot of ceremonial armor, all designed to look impressive and stylish. The armor and accessories were crafted with precision by hand over hours, weeks, and even months. In Vienna, you can also see some of the rare festive outfits made of silk, leather, and decorated metal.

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 After three hours in the museum, however, our heads were spinning and we decided to take a closer look at the museum next time. Then I can show you some details that I had no idea existed until now.

Don't forget to check back on the blog when it's time for the second part of the armory!

 

KHM – Hofjagd und Rüstkammer Wien
Teil 1

Vor einer Woche sind wird kurzfristig nach Wien gefahren. Mein Nähmaschine fing an sich störrisch zu benehmen und verweigerte die Zusammenarbeit. Kurzerhand hab ich sie eingepackt und zur Reparatur nach Wien gebracht. Aber was fängt man mit einem angebrochenen Tag an? Richtig – wir haben uns entschieden die Museen in Wien mal näher zu betrachten.

Schon lange kitzelte mich die Idee, dass ich gerne mal meine Nase in die Rüstkammer in Wien stecken möchte. Da die Nähmaschinen-Werkstatt nicht weit war, beschloßen wir die Idee umzusetzen.


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Dank guter Straßenschilder fanden wir schnell den Eingang zum Museum. Direkt an der Ringstraße gelegen, wurde dieser Teil der Hofburg bereits als Museum geplant und als einer der spätesten Teile des Schloßkomplexes errichtet. Entsprechend beeindruckend war natürlich schon der Eingang mit Atrium. Geschwind kletterten wir die Stufen in die oberste Etage empor um beim öffenen der Tür in die Vergangenheit katapultiert zu werden.

Wow, was für ein Anblick! Ritter stehen rechts und links vom Saal stramm aufgestellt und alle mit kleinen Schildchen mit Beschreibungen, um was es sich dabei genau handelt. Waren es im ersten Saal Rüstungen von Menschen, begegnete uns im zweiten Saal bereits das erste Pferd mit entsprechender Ausstattung. Ich war hin und weg und überglücklich, tatsächlich ein Pferd in der Rüstkammer angetroffen zu haben. An einem solchen Ort habe ich nun eher erwartet hauptsächlich Rüstungen für Menschen anzutreffen, aber das Wiener Museum hielt noch ganz andere Dinge für uns bereit.

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Als eine der breitgefächertsten Sammlungen weltweit für Rüstungen (Armories) trumpfte das Museum mit unglaublichen Stücken auf. Nochmals einen Saal weiter wieherten mir schon die nächsten Pferde entgegen. Erzherzog Ferdinand II. von Tirol hatte bereits im 16. Jahrhundert die Vision eines Museums und er sammelte Exponate aus ganz Europa. So fanden Waffen und Rüstungen von prachtvoller Qualität den Weg in seine Rüstkammer. Um 1601 entstand sogar der erste Museumkatalog seiner Art.


Der Erzherzog selber, ein begeisterter Turnier-Beteiligter, nahm zu seiner Lebzeit an unzähligen Turnieren teil. Bei den damaligen Ritterturniere wurden sowohl zu Fuß als auch zu Pferde gekämpft, dementsprechend gab es auch entsprechende Harnische und Ausstattungen. In der Hofjagd und Rüstkammer findet man eine unmenge dieser Teile. Glänzende Rüstungen für Schauturniere stehen neben erprobten Harnischen, inklusive Kratzern und Dellen.
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Die Adlergarnitur Fardinands II. sticht da besonders in Auge. Sie wurde im Baukastensystem erstellt, so dass der Erzherzog für alle Arten von Turnieren ausgestattet war. Natürlich mußte das Roßzeug ebenfalls paßend zu seinem Reiter ausgestattet werden.

Neben den Kampfharnischen gab es natürlich auch eine Menge an Prunkharnischen, allesamt zum Repräsentieren und schick aussehen. Die Rüstungen und Zubehör wurden dafür in stunden- wochen- ja sogar monatenlanger präziser Handarbeit hergestellt. In Wien gibt es auch einige der seltenen Festtagsausstattungen zu sehen, die mit Seide, Leder und dekoriertem Metall hergestellt wurden.


Nach drei Stunden Museum brummte uns allerdings der Schädel und wir haben ausgemacht, das Museum nächstes Mal noch mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Dann kann ich euch auch noch einige Detail zeigen, von deren Existenz ich bis anhin keine Anhung hatte.

Vergeßt nicht, mal wieder im Blog vorbei zu schauen wenn es heißt: Türen auf zum 2. Teil der Rüstkammer!


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